
Warum Schweizer Hotels robustere Oberflächen brauchen.
Die Schweizer Hotellerie verzeichnete 2025 mit 43,9 Millionen Logiernächten einen neuen Höchstwert. (1) Gleichzeitig steigt der Druck auf bestehende Häuser: Hohe Baukosten, knappe Flächen, kurze Umbaufenster und intensive Nutzung machen Sanierungen im Bestand zur zentralen Aufgabe für Betreiber, Architekten und Planer. Besonders Wand- und Bodenflächen rücken dabei in den Fokus. Ideal Work, Hersteller fugenloser Wand- und Bodensysteme, zeigt, warum Oberflächenentscheidungen in Schweizer Hotel-, Spa- und Wellnessprojekten an Bedeutung gewinnen.
Volle Häuser sind für die Schweizer Hotellerie eine gute Nachricht – für die bauliche Substanz vieler Betriebe aber auch ein Belastungstest. Wenn Zimmer, Spa-Bereiche und Restaurants stärker frequentiert werden, steigt der Verschleiss dort, wo Gäste täglich unmittelbar mit dem Gebäude in Kontakt kommen: an Böden, Wänden und stark beanspruchten Allgemeinflächen. Gleichzeitig verschiebt sich der Investitionsfokus. Neubauten auf der grünen Wiese treten zugunsten von Sanierungen, Umbauten und Conversions, also der Umnutzung bestehender Immobilien, in den Hintergrund. Hohe Baukosten, Flächenknappheit und regulatorische Anforderungen machen die Weiterentwicklung des Bestands zur realistischeren Option. Damit steigen auch die Anforderungen an Wand- und Bodensysteme, die nicht mehr nur gestalterisch, sondern auch betrieblich überzeugen müssen. Maurizio Pontello, Mitgründer von Ideal Work, ist überzeugt: «Viele Hotelprojekte werden noch immer stark vom Eröffnungsbild her gedacht. Die entscheidende Frage lautet aber nicht: Wie sieht eine Fläche am ersten Tag aus? Sondern: Wie verhält sie sich nach fünf oder zehn Jahren unter realer Nutzung?».

Schweizer Hotels sanieren unter besonderen Bedingungen
Renovierungen in Schweizer Hotels finden selten unter einfachen Bedingungen statt. Viele Häuser liegen in alpinen Destinationen, historischen Gebäuden oder touristisch stark ausgelasteten Lagen. Umbauten müssen deshalb oft in engen Zeitfenstern zwischen den Saisonen, abschnittsweise oder bei laufendem Betrieb umgesetzt werden. Besonders in alpinen Betrieben sind Böden und Wände im Alltag stark gefordert. In Eingangsbereichen, Wellness- und Restaurantzonen treffen Feuchtigkeit, Schnee, Salzeintrag, Skischuhe, Rollkoffer und intensive Reinigung auf hohe gestalterische Ansprüche. Die Oberflächen müssen entsprechend mehr leisten als in vielen urbanen Häusern. Auch wirtschaftlich steigt der Druck. Eine Einschätzung der Prodinger Tourismusberatung zur alpinen Hotellerie zeigt, wie hoch die Investitionen ausfallen können: Die Renovierungskosten reichen je nach Segment von rund 8.000 bis 15.000 Euro pro Zimmer im Economy-Bereich bis zu rund 120.000 Euro in der Luxushotellerie (2). Spa, Pool, Brandschutz und Haustechnik kommen zusätzlich hinzu. Unter diesen Bedingungen wird die Materialwahl zur Betriebsfrage: Welche Systeme reduzieren Pflegeaufwand, verlängern Renovierungszyklen und minimieren Ausfälle? Luca Seminati, ebenfalls Mitgründer von Ideal Work, fasst den Anspruch zusammen: «Ein Hotel ist kein Showroom, sondern ein hochfrequentierter Betriebsraum. Oberflächen müssen architektonisch überzeugen und gleichzeitig Wasser, Reinigung, Temperaturwechsel und täglicher Nutzung über viele Saisonen hinweg standhalten.»
«Oberflächen müssen architektonisch überzeugen und gleichzeitig Wasser, Reinigung, Temperatur-
wechsel und täglicher Nutzung über viele Saisonen hinweg standhalten.»

Designreduktion erhöht den Ausführungsanspruch
Der Trend zur reduzierten, hochwertigen Hotelarchitektur ist in der alpinen wie urbanen Premiumhotellerie fest etabliert: Natürliche Materialien, klare Linien, mineralische Oberflächen und grosszügige Raumwirkung prägen viele neue Konzepte. Für die Ausführung bedeutet das: Je puristischer ein Raum gestaltet ist, desto sichtbarer werden Fugen, Abnutzung, Reparaturspuren und Materialbrüche. Was in der Planung homogen wirkt, kann im Betrieb schnell fragmentiert aussehen. Fugenlose Systeme setzen hier an. Sie können Böden, Wände, Waschtische und ausgewählte Möbeloberflächen gestalterisch zusammenführen und eine durchgängige Raumwirkung erzeugen. Ideal Work entwickelt dafür mineralische Systeme wie SOLIDRO, das speziell für Zonen mit intensiver Nutzung, häufigen Reinigungszyklen und dauerhafter Feuchtigkeitsbelastung ausgelegt ist, sowie Microtopping®, ein fugenloses Wand- und Bodensystem mit hochwertiger, matter Optik. «Designreduktion funktioniert nur, wenn auch die eingesetzten Materialien den Alltag aushalten. Eine Oberfläche, die auf dem Rendering perfekt aussieht, aber im Betrieb schnell altert, ist keine nachhaltige architektonische Lösung», ergänzt Pontello.

Spa und Wellness: Kritische Zonen mit kombinierten Anforderungen
Wellnessbereiche gehören in der Schweizer Hotellerie zu den zentralen Differenzierungsmerkmalen und gleichzeitig zu den anspruchsvollsten Planungsbereichen. Feuchtigkeit, Wärme, intensive Reinigungszyklen, Barfussbereiche und hoher Gästekontakt treffen auf den Anspruch an Ruhe, Hygiene und hochwertige Gestaltung. Fugen sind in solchen Bereichen klassische Schwachstellen: Sie nehmen Feuchtigkeit auf, erschweren die Reinigung und werden unter dauerhafter Belastung früher sichtbar. Fugenlose Systeme können diese Unterbrechungen eliminieren, homogene Flächen schaffen und die Pflege im laufenden Betrieb erleichtern. Seminati beschreibt die Anforderung aus der Praxis: «In hochfrequentierten Hotelbereichen ist die langfristige Belastbarkeit der Oberflächen kein technisches Detail, sondern Teil des architektonischen Konzepts. Gerade in Spa- und Nassbereichen muss die Oberfläche mit dem Betrieb mitdenken.» Beim Eriro Alpine Hotel in Tirol wurde dieser Ansatz bereits umgesetzt: Im Wellnessbereich, in der Lounge und im Restaurant kamen fugenlose Microtopping®-Böden zum Einsatz; in den Badezimmern wurde das System auf Waschtische und ausgewählte Wandflächen ausgedehnt. Das Projekt zeigt, wie mineralische Oberflächen mit Holz, Stein und Textilien kombiniert werden können, ohne die Raumwirkung zu fragmentieren.

«Gute Hotelarchitektur zeigt sich nicht nur am Tag der Eröffnung, sondern im laufenden Betrieb.»
Materialwahl als wirtschaftliche Entscheidung
Dennoch bleibt die wirtschaftliche Lage für viele Schweizer Hotelbetriebe anspruchsvoll. Laut der Konjunkturumfrage von GastroSuisse lagen die Umsätze der Hotellerie im ersten Quartal 2026 leicht unter dem Vorjahresniveau (3). Das schärft den Blick für Investitionen, die nicht nur gestalterisch, sondern auch betriebswirtschaftlich überzeugen. Wand- und Bodensysteme beeinflussen Wartungsaufwand, Reinigungsintervalle, Renovierungszyklen und mögliche Betriebsausfälle. In der Lebenszyklusbetrachtung einer Immobilie werden diese Faktoren zunehmend eingepreist und spielen bei Sanierungsentscheidungen eine wachsende Rolle. Seminati resümiert: «Gute Hotelarchitektur zeigt sich nicht nur am Tag der Eröffnung, sondern im laufenden Betrieb. Gerade bei Sanierungen im Bestand müssen Oberflächen heute Räume prägen, Abläufe erleichtern und langfristig wirtschaftlich bleiben.»
(1) https://www.admin.ch/de/newnsb/0GrL4Q0yeik7OnQVPzxdz?utm
(2) https://tourismusberatung.prodinger.at/2025/05/08/hotelinvestitionen-mit-weitblick/
(3) https://gastrosuisse.ch/de/branchenwissen/zahlen-und-trends/aktuelle-geschaeftslage/konjunkturkof?utm
Über das Unternehmen: Ideal Work ist ein italienischer Hersteller von fugenlosen Oberflächensystemen für Architektur und Bau mit Sitz in Riese Pio (Venetien). Seit über 30 Jahren entwickelt das Unternehmen mineralische und hybride Lösungen auf Zement- und Kalkbasis für Böden, Wände, Möbel und Einbauten im Innen- und Aussenbereich. Die Systeme werden handwerklich verarbeitet und kommen in Projekten weltweit zum Einsatz – von öffentlichen Bauten und Hotels über Retail- und Arbeitswelten bis hin zum privaten Wohnbau.
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