
Beim ersten nationalen Kochwettbewerb «Kids ab an den Herd» haben drei Kinder in St.Gallen ihre selbst entwickelten Pastagerichte einer Fachjury präsentiert. Für die Initiatoren ist der Wettbewerb auch ein Beitrag zur Nachwuchsförderung.
Für das Finale hatte eine Online-Jury drei Rezeptideen ausgewählt. In der Ostschweizer Gastronomiefachschule kochten die drei Kinder ihre Gerichte mit Unterstützung einer erwachsenen Begleitperson. Die fertigen Teller präsentierten die Teilnehmenden anschliessend einer Fachjury aus Gastronomie und Lebensmittelbranche.

Mit Lieblingszutaten gekocht
Den «Kids Junior Chef Award» gewann Even Schuler. Für sein Pastagericht setzte er auf Zutaten, die er selbst besonders gerne mag: Zitronenrahmsauce, Ofenrüebli und gefülltes Poulet. Das Gericht hatte er vor dem Wettbewerb zu Hause geübt. «Mit den Nudeln, Tomaten und Rüebli ging es ganz einfach. Schwieriger war es, das Poulet richtig hinzubekommen», erzählt Even.
Bei der Bewertung der Gerichte war Jurymitglied Renato Marina wichtig, das Können der Kinder angemessen einzuordnen. «Wir dürfen die Leistungen nicht mit dem vergleichen, was in der professionellen Gastronomie üblich ist», sagt der CEO der Eberle Spezialitäten AG. Bei den einzelnen Gerichten achtete er darauf, wie viel Arbeit und wie viele Handgriffe die Zubereitung erforderte und welche Zutaten zum Einsatz kamen. Eine Rolle spielten für ihn auch Regionalität und Gesundheitsbewusstsein.



Freude am Kochberuf wecken
Bernadette Lisibach von der Neuen Blumenau in Lömmenschwil betont die Bedeutung solcher Wettbewerbe für die Nachwuchsförderung. «Wir können nur bestehen, wenn wir gute junge Leute motivieren», sagt die mit 17 GaultMillau-Punkten und einem Michelin-Stern ausgezeichnete Köchin. Es sei wichtig, jungen Menschen zu zeigen, wie viel Freude der Kochberuf machen kann.

Positiv fiel Lisibach auch die Zubereitung der Teigwaren auf: Diese seien tatsächlich al dente gewesen. Zudem gefiel ihr die Einfachheit der Gerichte. Es brauche nicht unzählige Zutaten, vielmehr solle das Grundprodukt im Vordergrund stehen.

«Gewinner sind für mich alle.»
Auch Rolf Caviezel, Initiator des Wettbewerbs, zieht eine positive Bilanz. Besonders gefreut hätten ihn die Arbeit der Teams und die positiven Reaktionen der Kinder und Familien. «Gewinner sind für mich alle», sagt Caviezel mit Blick auf die drei Teilnehmenden. Sie hätten vor einer namhaften Jury live gekocht und damit eine anspruchsvolle Aufgabe gemeistert. Für den Initiator steht fest, dass der Wettbewerb weitergeführt wird.
«Kids Junior Chef Award»: Den ersten Platz belegte Even Schuler, gefolgt von Levi Schiess auf Rang zwei und Lilith Meister auf Rang drei.