
Was vor wenigen Jahren noch als Zukunftsthema galt, prägt heute den Alltag der Betriebe. «Viele unserer Ausstellenden und Besuchenden fragen sich nicht mehr, ob sie künstliche Intelligenz nutzen sollen, sondern wie», sagt Viviane Stadler, Messeleiterin der Gastia.
Für kleine Gastro-Start-ups ebenso wie für etablierte Hotelbetriebe eröffnet der Einsatz von KI neue Möglichkeiten, wirft aber auch Fragen auf.
«Besonders freue ich mich auf das Gespräch mit Star-Köchin Elif Oskan.»

KI als Entlastung
Rafael Bettio, Gründer des Unternehmens Opinstar, ordnet ein: «Die Branche steht aktuell unter hohem Druck – Fachkräftemangel, steigende Kosten, Digitalisierung. Genau an diesem Punkt zeigen wir, dass KI nicht kompliziert ist, sondern entlastend wirkt.» Opinstar ist Teil der neuen Sonderschau «Fokus KI», die 2026 erstmals an der Gastia umgesetzt wird.

«KI ersetzt keine Gastgebenden – sie verschafft ihnen Zeit fürs Wesentliche.»
Künstliche Intelligenz zieht sich wie ein roter Faden durch die Fach- und Erlebnismesse für Gastfreundschaft. Neben der Sonderschau wird das Thema auch in Podiumsgesprächen im Forum sowie am «KI Summit» am Montag, 23. März, vertieft behandelt. Ziel ist es, konkrete Anwendungen aufzuzeigen und den Austausch zwischen Technologieanbietenden und Betrieben zu fördern – praxisnah, verständlich und auf Augenhöhe.
Haltung und Perspektiven
«Als ausgebildete Hotelfachfrau ist es mir wichtig, an der Gastia relevante und aktuelle Themen zu setzen, die zur Diskussion anregen und unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen», sagt Messeleiterin Viviane Stadler. Im Forum werden neben dem diesjährigen Fokusthema künstliche Intelligenz auch der Fachkräftemangel und Frauen in der Hospitality-Branche beleuchtet. «Besonders freue ich mich auf das Gespräch mit Star-Köchin Elif Oskan zum Thema ‹Gastgeberinnen mit Vision›», sagt Stadler.

Neu findet in diesem Jahr zudem der «regio-tag» als eigene Sonderschau im Rahmen der Gastia statt. Organisiert vom Trägerverein Culinarium, bringt er mit Impulsreferaten und Marktständen regionale Produzentinnen und Gastronomen zusammen. Am Dienstag, 24. März, wird der Culinarium-König gekürt.
Die Talente von morgen
Nach der erfolgreichen Premiere 2025 findet zum zweiten Mal der Tag des Nachwuchses statt. Getreu dem Motto «von Lernenden, für Lernende» wird dieser von Schülerinnen und Schülern der EHL Hotelfachschule Passugg gestaltet. Lernende aus Gastronomie und Hotellerie erhalten praxisnahe Einblicke in aktuelle Themen, erleben Live-Kochshows und knüpfen wertvolle Kontakte für ihr weiteres Berufsleben.
«In Zeiten von Unsicherheit braucht es Gastgeberinnen, die Orientierung geben.»

Elif Oskan ist Gastgeberin des «Gül Restoran» in Zürich und Coach bei der deutschen TV-Show «The Taste». Auch Oskan beobachtet einen grundlegenden Wandel in der Branche: «Es geht heute weniger um Inszenierung und mehr um Haltung, Verantwortung und echte Begegnung», sagt die Köchin. «Frauen prägen diesen Wandel stark – oft mit einem Führungsstil, der zuhört, verbindet und langfristig denkt.»
Austausch auf Augenhöhe
Die Gastia richtet sich an Entscheidungsträger und -trägerinnen aus Gastronomie und Hotellerie. Im Zentrum stehen hochwertige Fachgespräche, nachhaltiges Networking und Inspiration. Formate wie das Forum, die Stammtische oder der beliebte After-Fair-Apéro schaffen Raum für Austausch auf Augenhöhe. Im Dine & Drink Studio, presented by Gastrofacts, zeigen an der Gastia 2026 die Swiss Culinary Creators ihr Können und machen Trends erlebbar. Die Swiss Culinary Creators sind ein Verein für Jungköche, Restaurantfachleute und Berufsbildnerinnen.
Die Gastia 2026 im Überblick
Datum Sonntag, 22. März, bis Dienstag, 24. März 2026
Ort Olma Messen St.Gallen, Hallen 2 und 3
Anzahl Ausstellende über 160
Anzahl Besuchende über 8’500
Infos und Tickets www.gastia.ch