Jetzt wird es auch für Betriebe in der Romandie einfacher, Lebensmittelüberschuss im Kreislauf zu halten: Der in der Deutschschweiz bereits seit zwei Jahren etablierte B2B-Marktplatz circunis.ch ermöglicht neu auch Produzent*innen und Einkäufer*innen in der Romandie, überschüssige Waren zu verkaufen oder einzukaufen.
Lebensmittelüberschüsse und Nebenströme weiterverarbeiten oder haltbar machen: Eine Vision, die viele in der Lebensmittelbranche unterstützen, aber bisher nur mit viel Zusatzaufwand möglich war. Seit zwei Jahren bietet der B2B-Marktplatz Circunis eine einfach zugängliche Lösung für die Deutschschweiz: Produzent*innen erfassen ihre überschüssigen Lebensmittel online und die Lebensmittelverarbeitung, System- und Care-Gastronomie sowie der Grosshandel können diese dort anfragen und zu attraktiven Konditionen einkaufen. Jetzt öffnet sich der B2B-Marktplatz, der durch den Migros-Pionierfonds und die Seedling Foundation ermöglicht wird, auch für Betriebe in der Romandie.
Ein Marktplatz von nationaler Bedeutung
Rund zwei Drittel der vermeidbaren Lebensmittelverluste der Schweiz fallen in der Landwirtschaft, Verarbeitung und beim Gross- & Detailhandel an. Die Schweiz will die vermeidbaren Lebensmittelverluste mit dem Aktionsplan des Bundesamts für Umwelt BAFU bis 2030 halbieren. Circunis leistet dazu einen konkreten Beitrag, denn der B2B-Marktplatz etabliert seit 2024 die Grundlage für einen Kreislauf im Umgang mit Lebensmittelüberschuss. Und mit der Öffnung für die Romandie wird Lebensmittelüberschuss jetzt erstmals national sichtbar und handelbar. Ein tragfähiges System für die Schweiz kann nicht beim Röstigraben aufhören oder anfangen. Es braucht eine schweizweite Zusammenarbeit.
Erfolge in der Deutschschweiz führen zur schweizweiten Öffnung
Der B2B-Marktplatz hat sich in den vergangenen zwei Jahren in der Deutschschweiz erfolgreich etabliert: Allein im ersten Betriebsjahr konnten über 42 Tonnen Lebensmittelüberschüsse vermittelt werden, 84 Betriebe nutzen den Marktplatz regelmässig und Circunis ist in diversen Branchenorganisationen und Verbänden aktives Mitglied. «Durch die Öffnung haben interessierte Betriebe auf circunis.ch zukünftig noch mehr verschiedene Produkte zur Auswahl – und für Produzent*innen erhöhen sich die Chancen deutlich, rasch geeignete Abnehmer*innen für ihre Überschüsse zu finden», betont Co-Geschäftsführerin Aline von Jüchen die Vorteile.
Neue Co-Geschäftsführerin ist Ansprechperson für die Romandie
Für die Ausweitung und Kundenbetreuung in der Romandie ist die neue Co-Geschäftsführerin Aline von Jüchen verantwortlich. Sie hat bisher an der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW diverse Projekte im Bereich Food und Nebenstromverwertung operativ geleitet und ist seit 1. März 2026 neu in der Geschäftsführung von Circunis – zusammen mit der bisherigen Geschäftsführerin Olivia Menzi. Aline von Jüchen ist sowohl im Wallis als auch in der Deutschschweiz zu Hause und schafft es, die Brücke über den Röstigraben zu schlagen.