Hotellerie Tanja Millius 01.03.2026

Christopher Rossbach: Hoteldirektor Oberwaid AG

Loyalität, Vertrauen und Menschlichkeit prägen die Führung
von Christopher Rossbach in der Oberwaid – das Hotel.

Christopher Rossbach

Hoteldirektor
Oberwaid AG – Das Hotel. Die Klinik.

 

Der Weg von Christopher Rossbach in die Hotellerie war früh vorgezeichnet. Schon als Kind und Teenager faszinierte ihn die Arbeit in Gastronomie und Hotellerie. Aufgewachsen in einer Gastro-Familie, lernte er, was Selbstständigkeit und Verantwortung bedeuten. Rückblickend sagt er: «Diese Erfahrungen haben mich geprägt und meinen Wunsch verstärkt, in einem Umfeld zu arbeiten, in dem Eigeninitiative, Verlässlichkeit und der Umgang mit Menschen im Mittelpunkt stehen.»



Eine prägende Rolle spielte auch seine Tante. Sie vermittelte ihm, die eigenen Bedürfnisse nicht immer in den Vordergrund zu stellen, dankbar zu sein für das, was man hat, und Grosszügigkeit gegenüber anderen zu zeigen. «Diese Haltung prägt mein Führungsverständnis bis heute», erklärt Rossbach.

Rossbachs Werdegang verlief klassisch – und bewusst breit angelegt. Den Einstieg machte er mit einer Kochausbildung. Es folgten Stationen an der Rezeption, als Night Auditor und in der Hauswirtschaft, von der Zimmerreinigung bis zum Executive Housekeeper. «Jede dieser Stationen war eine prägende Weichenstellung, die meinen heutigen Blick auf Qualität, Verantwortung und Menschlichkeit formte.»

«Jede dieser Stationen
war eine prägende
Weichenstellung.»

 

Der anschliessende Wechsel in den HR-Bereich bis hin zur Funktion des HR-Leiters schärfte seinen Blick für Führung, Kultur und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Heute bringt Rossbach diese operativen wie strategischen Erfahrungen als Hoteldirektor der Oberwaid zusammen. Das Haus arbeitet mit einem Klinik-im-Hotel-Konzept, bei dem Hotellerie medizinisch mitdenkt, Prozesse Sicherheit geben und Gastlichkeit den Heilungsprozess unterstützt. «Wir beziehen die Sicht des Patienten und nicht nur die des Hotelgastes mit ein», erklärt Rossbach.

 

Die Nähe zu den Menschen im Betrieb ist für ihn zentral. «Es erfüllt mich, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Mitarbeitende ihre Arbeit gut, effizient und mit Freude ausüben können.» Seine Führung basiert auf Loyalität, Respekt, Empathie und Vertrauen.

«Wahre Führung wächst dort,
wo Sinn gestiftet wird.»

 

Lob und Anerkennung seien für ihn ebenso selbstverständlich wie «eine offene Ansprache bei Problemen, immer wertschätzend und konstruktiv». «Wahre Führung wächst für mich dort, wo Gesundheit geachtet, Inspiration geteilt und Sinn gestiftet wird», sagt Rossbach. Erfolg bedeutet für ihn, echte Beziehungen zu pflegen und Wirkung zu erzeugen. «Ich möchte, dass Menschen gesehen und befähigt werden – und dass ich einen kleinen Beitrag zu ihrer Sinnstiftung im Leben leisten konnte.»

 

Wenn er eines Tages zurückblickt, möchte er feststellen, dass nicht alles perfekt war – aber der Weg geradlinig, ehrlich und von Überzeugung getragen. Darin liegt für ihn Stimmigkeit, beruflich wie privat.

 

Autorin: Tanja Millius